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»Klagen eines Jünglings« von Novalis

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Nimmer schwanden undankbar die Freuden Traumgleich mir in öde Fernen hin; Jede färbte, lieblicher im Scheiden, Mit Erinnrung meinen trunknen Sinn; Mit Erinnrung, die, statt zu ermüden, Neue, heilge Wonne mir entschloß, Und mir süßen jugendlichen Frieden Um die rebengrünen Schläfe goß. Seit ich mehr aus schöner Wangen Röte Mehr aus sanften, blauen Augen las, Oft, wenn schon die scharfe Nachtluft wehte Im beseeltern Traume mich vergaß; Meinem Herzen nachbarlicher, wärmer, Da den Schlag der Nachtigall empfand, Und entfernt von meinem Klärchen ärmer Mich als jeder dürftge Pilger fand: Lachet, ewge Gottheit in dem Blicke, Mich mein sonnenschönes Leben an, Amor täuscht mich nicht mit List und Tücke, Ganymeda nicht mit kurzem Wahn; Jedes Lüftchen nähert sich mir milder, Das dort Blüten wild herunter haucht; Üppig drängen immer frische Bilder Sich zu mir, in Rosenöl getaucht. Zypris Tauben warten schon mit Kränzen Und mit Traubenbechern meiner dort, Und in leichtverschlungnen Freudentänzen Rei...

»Heinrich von Ofterdingen« von Novalis

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Heinrich von Ofterdingen 1802, also ein Jahr nach dem Tod des Autors Novalis, erschien der Roman ›Heinrich von Ofterdingen‹. Er gilt seitdem als der romantische Roman schlechthin. »Heinrich von Ofterdingen« ist ein 1802 erschienener Roman des deutschen Dichters Novalis. Novalis hat einen Entwicklungsroman geschrieben, den man als spirituellen Roman der deutschen Seele bezeichnen könnte. Leider blieb sein Werk unvollendet. Dennoch hat sein Werk so manchen inspiriert. Heute, da unsere Kultur allmählich unterzugehen droht, könnte man den Roman unter der Fragestellung nach der deutschen Seele und der Art und Weise unserer heimischen Spiritualität lesen. Novalis ließ dieses Buch als "Roman" veröffentlichen, ist jedoch ein wunderbares Märchen voll von Sehnsucht, Träumerei, Wissensgier und Geschichten. Der junge Heinrich träumt von einer blauen Blume, dem Symbol der Poesie, und möchte seinen Wissensdurst nach der vollendeten, erfüllenden Poesie stillen. Mit wunderschö...

»Gottlob, dass ich auf Erden bin« von Novalis

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Gottlob! daß ich auf Erden bin Und Leib und Seele habe; Ich danke Gott in meinem Sinn Für diese große Gabe. Der Leib ist mir doch herzlich lieb Trotz seiner Fehl und Mängel, Ich nehme gern mit ihm vorlieb Und neide keinen Engel. Ich küsse gern mein braunes Weib Und meine lieben Kinder, Und das tut wahrlich doch mein Leib, Und mir ist es gesünder, Als wenn ich mit Philosophie Die Seele mir verdürbe, Denn ein klein wenig Not macht sie, Die liebe Weisheit, mürbe. Novalis, deutscher Schriftsteller und Philosoph (1772 - 1801)

Novalis 220. Todestag

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Novalis starb vor 220 Jahren am 25. März 1801 in Weißenfels und mit ihm die deutsche Frühromantik. Seit August des Jahres 1800 war der Dichter der deutschen Frühromantik an Schwindsucht erkrankt. »Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter« könnte sinngemäß für einen Dichter stehen, der als einer der berühmtesten Dichter und Denker der deutschen Frühromantik gilt. Friedrich von Hardenberg hatte wahrlich viele Talente: er war Jurist, Bergwerksdirektor und Philosoph. Bekannt wurde er als ein bedeutender Dichter der Frühromantik. Bestens vertraut mit der Welt der griechischen Antike, die er als Ideal begriff, hat sich der vielseitig begabte Friedrich von Hardenberg "sein goldenes Zeitalter" in dichterischer Weise selbst geschaffen, denn er schuf sich seine eigene von der klassischen Antike beeinflusste romantische Welt, und dessen Symbol gleich mit: Die "Blaue Blume" symbolisiert die romantische Sehnsucht nach dem Ursprünglichen, dem Phantastisch...

Novalis 240. Geburtstag

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Am 2. Mai jährt sich der Geburtstag des Dichters Novalis zum 240. Mal. Novalis - eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg - war ein berühmter Dichter des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Novalis gilt als einer der wichtigsten deutschen Frühromantiker. Friedrich von Hardenberg war ein fleißiger junger Poet, lange bevor er zum Dichter der Romantik Novalis wurde. Novalis begeisterte sich schon früh für alles Schöngeistige, insbesondere die Dichtung, wovon seine vielen Jugendgedichte (Jugendwerk 1788-1791) ein lebendiges Zeugnis ablegen. Novalis hatte viele Talente: er war Jurist, Bergwerksdirektor und Philosoph. Bekannt wurde er als ein bedeutender Dichter der Frühromantik. Seine poetischen und philosophischen Gedichte übten einen starken Einfluss auf die Romantik aus. Die romantische Bewegung beginnt im ausgehenden 18. Jahrhundert. Sie reift parallel mit der Aufklärung, dem Nützlichkeitsstreben und der beginnenden Industrialisierung. Ihr Markenzeichen war die Blaue Blume...

»Novalis: Biographie« von Wolfgang Hädecke

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Im August 2011 ist eine umfangreiche 360-seitige Novalis-Biographie von Wolfgang Hädecke erschienen. Friedrich von Hardenberg, der sich selbst Novalis nannte, war das junge Genie unter den deutschen Romantikern. Er studierte Jura und Bergbau, begeisterte sich für die Französische Revolution, dichtete, schrieb Romane und entwarf philosophische Abhandlungen über Fichte und Kant. Wolfgang Hädecke erzählt sein kurzes und intensives Leben zwischen den Bergwerken im Herzen Deutschlands und den europäischen Ideen von Aufklärung und Idealismus. Der Autor ist ein Philologe, der lange Zeit in Weißenfels gelebt hat, also genau dort, wo Novalis auch den größten Teil seiner Kindheit und Jugend verbracht hat. Mir wurde dadurch erst rückblickend klar, warum das Buch vor allem das Lokalkolorit der Landschaft so brillant auffängt. Wolfgang Hädecke hat in seiner Biographie "Novalis" das gelungene Kunststück vollbracht, Leben und Werk des Frühromantikers Friedrich von Hardenb...